Die Techniker Krankenkasse startet mit ihrem eRezept

[Artikel von: APOTHEKE ADHOC, 25.04.2020 12:50 Uhr]

Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet Versicherten mit Corona-Infektion oder Corona-Verdacht seit 21.04.2020 eine ärztliche Fernbehandlung an. Alle TK-Versicherten mit entsprechenden Symptomen können sich an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr unter telefonisch beraten lassen. Bei Bedarf können die Versicherten sich in einem separaten Angebot, der TK-Onlinesprechstunde, behandeln, Medikamente verordnen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen lassen. Für den direkten eRezept-Anschluss an die Apotheken kooperiert die TK mit Noventi.
Bei der TK-Onlinesprechstunde behandeln die Ärzte die Versicherten über die TK-Doc-App per Videotelefonie. Bei Arzneimittelverordnungen können die Versicherten zwischen einem klassischen Papierrezept und einem elektronischen Rezept wählen. Der Versicherte erhält dazu einen QR-Code auf sein Smartphone, den er direkt an Apotheken weiterleiten kann. Durch den Botendienst ist auch eine Lieferung nach Hause inklusive einer kontaktlosen Übergabe des Arzneimittels möglich. Die TK bietet ihren Versicherten bei Bedarf mit einer speziellen Hotline, wenn sie eine Apotheke mit Botendienst suchen, bei der sie auch digitale Rezepte einlösen können.
„Wir haben im vergangenen Jahr hervorragende Erfahrungen mit dem elektronischen Rezept gemacht. Die können wir jetzt sehr gut für die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise nutzen. Wir arbeiten gerade daran, dieses Erfolgsmodell flächendeckend mit zahlreichen Ärzten und Apotheken auszubauen“, erklärt der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast. „Das ist nach callmyApo und Zava ein weiterer Schritt [...], um die Patientinnen und Patienten daran zu gewöhnen, dass die Apotheken vor Ort auch genau der richtige Berater und Ansprechpartner sind, wenn es um digitale Lösungen und das eRezept geht“, so Sommer dazu.
Um den direkten E-Rezept-Anschluss der Arztbehandlung an die Apotheken sicherzustellen, haben die TK und Noventi eine gemeinsame Schnittstelle entwickelt [...]. „Wir freuen uns sehr, damit einen echten Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten. Wir sehen in der aktuellen Krise, wie wichtig die Apotheken vor Ort für das deutsche Gesundheitssystem sind“, so Sommer. „Durch die Integration des eRezepts in unsere Apothekensysteme wird das Handling für den Apotheker deutlich einfacher [...].“
Gerade die Corona-Pandemie zeige die großen Vorteile der Fernbehandlung, so TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas: „Patienten mit Corona-Verdacht können sich von Ärzten behandeln lassen, ohne sich selbst, die Praxismitarbeiter oder andere Menschen auf dem Weg zum Arzt anzustecken. Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen und Lösungen, die wir nicht nur jetzt, sondern auch nach der Corona-Zeit sehr gut für die Versorgung unserer Versicherten nutzen können.“
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Auch bei einer Krankschreibung erfolgt die Übermittlung an die TK auf Wunsch des Versicherten auf elektronischem Weg. Der Versand der Durchschläge für den Versicherten und den Arbeitgeber muss derzeit aus rechtlichen Gründen noch auf dem Postweg erfolgen. Zur Nutzung der Onlinesprechstunde können Versicherte die TK-Doc-App kostenlos im Play Store von Google und im App Store von Apple herunterladen und sich in der Onlinefiliale „Meine TK“ authentifizieren. Für die Behandlung hat die TK einen Vertrag zur Besonderen Versorgung mit der ife Gesundheits-GmbH im schleswig-holsteinischen Nehmten geschlossen.

Quellen-URL (abgerufen am05.05.2020 - 10:41):https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/coronavirus/maskenpreis-bei-wucher-droht-der-staatsanwalt-ausnutzen-einer-notlage//print.html